Hodonín fünf Jahre nach dem Tornado
Fünf Jahre nach dem verheerenden Tornado ist Hodonín zu einem Vorbild für die umfassende Wiederherstellung des öffentlichen Raums geworden. Dank der Zusammenarbeit der Stadt, der „Karel Komárek Family Foundation“ und weiterer Partner sind hier Dutzende von Projekten mit einem Gesamtwert von über drei Viertel einer Milliarde Kronen entstanden. Die Ergebnisse dieser Umgestaltung besichtigten während eines zweitägigen Besuchs auch der aus Hodonín stammende Karel Komárek und seine Frau Štěpánka, deren Stiftung bei der Sanierung eine entscheidende Rolle gespielt hat.
Bei dem zweitägigen Besuch zeigte sich, welche Fortschritte die Stadt und MND in den letzten fünf Jahren gemacht haben. Der erste Tag war der Bažantnice und ihrer Umgebung gewidmet, der zweite dem Besuch des renovierten MND-Hauptsitzes in der Úprkova-Straße und des MND Drilling & Services-Geländes in Lužice, wo Komárek nach der Besichtigung auch eine Ansprache an die Mitarbeiter hielt.
Die Verwandlung von Bažantnice in der Praxis
Gerade Bažantnice gehört zu den Orten, an denen das Ausmaß der Veränderung am deutlichsten sichtbar ist. Aus dem einst verwahrlosten Gebiet ist innerhalb weniger Jahre eine Reihe erfolgreicher Projekte entstanden, die heute den Einwohnern und Besuchern der Stadt zugutekommen. Während der Besichtigung machten sich Karel Komárek mit seiner Frau sowie Vertretern der Stadt und der Stiftung vom Bahnhof aus auf den Weg zum neuen Sportgelände „U Červených domků“. Unterwegs kamen sie am „Haus der Natur“ Hodonínské Dúbravy mit seinem Garten vorbei, das vor zwei Jahren eröffnet wurde, sowie an weiteren neu gestalteten Teilen des Areals. Trotz des regnerischen Wetters ließen sie sich den Rundgang nicht verderben.
Der Park „U Červených domků“ bietet heute Raum für Sport und Erholung. Die zentrale Fläche und der Rundweg dienen Läufern, Spaziergängern und Radfahrern; außerdem stehen eine Fitnesszone, eine Kletterwand sowie offene Sportplätze zur Verfügung. Dabei wurde Wert auf eine natürliche Verbindung der einzelnen Bereiche gelegt – ohne Zäune und Barrieren, mit freiem Zugang für die Öffentlichkeit. An den Park schließen sich weitere Projekte in Bažantnice an, beispielsweise ein Sportgelände, der Park vor der Grundschule „U Červených domků“ oder der stadtnahe Waldpark. Am nächsten an der Fertigstellung ist das Kinderstadtchen, das noch in diesem Herbst eröffnet werden soll.
Eine unerwartete Begegnung und eine persönliche Note
Einer der Momente, der die Atmosphäre des gesamten Besuchs auf den Punkt brachte, war eine ungeplante Begegnung während der Besichtigung der Sportanlage. Ein älterer Mann trat auf Karel Komárek zu und stellte sich als sein ehemaliger Grundschullehrer vor. Das kurze Gespräch machte deutlich, dass Hodonín für Komárek eine persönliche Bedeutung hat. Gleichzeitig zeigte es, welche wichtige Rolle die neu errichteten Sportanlagen, die vor Ort entstanden sind, heute spielen.
Die Anlage umfasst unter anderem eine Leichtathletikbahn, einen Outdoor-Fitnessbereich sowie einen Bereich für Speerwurf und weitere Aktivitäten.
Der Wiederaufbau in Zahlen
Das Ausmaß des Wandels in Hodonín wird auch durch konkrete Zahlen bestätigt. Aus den ursprünglich zwölf Projekten, die die Stadt unmittelbar nach dem Tornado geplant hatte, entwickelten sich nach und nach 24 Projekte mit einem Gesamtwert von 788 Millionen Kronen. An der Wiederaufbauarbeit waren etwa 2.500 Menschen sowie Dutzende Organisationen und Architekturbüros beteiligt.
Laut Karel Komárek war der Schlüssel zu dieser gesamten Umgestaltung die veränderte Sichtweise der Stadt auf die Katastrophe selbst.
„Die Art und Weise, wie es gelungen ist, den öffentlichen Raum von Hodonín wiederherzustellen, ist völlig einzigartig und entspricht voll und ganz unserer Denkweise und Arbeitsweise in der Stiftung. Hinter den neuen Gebäuden und Parks steht von Anfang an das Bestreben, die Katastrophe und ihre verheerenden Folgen als Chance zu begreifen, in Hodonín innovative Projekte mit positiven Auswirkungen auf das Leben der Bewohner der gesamten Region umzusetzen. Die Stadt hat sich unsere Denkweise zu eigen gemacht und die Projekte konzeptionell, mit einer langfristigen Vision und dem Willen, weitere finanzielle Mittel zu beschaffen, angegangen, weshalb es uns gelungen ist, diese Chance zu nutzen.“
Auch der Bürgermeister von Hodonín, Libor Střecha, würdigte die Rolle von Karel Komárek und seiner Familienstiftung.
„Die Fasanerie hat sich in den letzten fünf Jahren buchstäblich vor unseren Augen verwandelt. Der Park ‚U Červených domků‘ sowie weitere Projekte, wie zum Beispiel das Naturhaus mit Garten, das wir vor zwei Jahren feierlich eröffnet haben, sind das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen der Stadt, den Architekten und den Menschen vor Ort. Eine wichtige Rolle spielte dabei die Karel-Komárek-Familienstiftung, die uns dabei half, unsere Sichtweise auf den öffentlichen Raum zu verändern“, sagte der Bürgermeister.
Für den Beitrag, den Karel Komárek bei der Erneuerung der Stadt geleistet hat, verlieh die Stadt dem hier geborenen Einheimischen die Ehrenbürgerschaft.

Neben den eigentlichen Bauprojekten brachte die Erneuerung auch einen Wandel in der Herangehensweise der Stadt an die Planung und Umsetzung von Veränderungen im öffentlichen Raum mit sich. Der Schwerpunkt lag auf Zusammenarbeit, Bürgerbeteiligung und einer Finanzierung aus mehreren Quellen.
„Dank der Familienstiftung des Ehepaars Komárek hatte die Stadt Hodonín die Möglichkeit zu lernen, wie man Projekte vorbereitet und leitet, wie man mit den Bürgern und verschiedenen Interessengruppen zusammenarbeitet, wie man solche Projekte aus mehreren Quellen finanziert und dabei umfassend und systematisch vorgeht. Hier in Bažantnice sind zahlreiche Architektenteams, Freiwillige und Experten aus vielen verschiedenen Bereichen an der Wiederherstellung nach dem Tornado beteiligt“, fügte der Bürgermeister hinzu.
Chefredakteur
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Die Anlage in Lužice nach der Sanierung
Der zweite Teil des zweitägigen Besuchs von Karel Komárek führte zum renovierten Gelände von MND Drilling and Services in Lužice. Das Projekt mit einem Investitionsvolumen von 250 Millionen Kronen führte nicht nur zur Sanierung des durch einen Tornado verwüsteten Geländes, sondern auch zu dessen grundlegender Modernisierung – von neuen Betriebsflächen über den zentralen Park bis hin zu einem umfassenden Regenwassermanagementsystem.
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